Garmin für Windsurfen und Wingfoilen: vom Profil zur Analyse
Garmin bringt die längste Liste an Wassersport-Profilen mit — Windsurfen, Kiteboard, SUP, Segeln, Surfen, Regatta —, und trotzdem endet die Auswertung in Garmin Connect bei Track, Distanz und Durchschnittsgeschwindigkeit. Halsen, Gleitanteil, Flugphasen und einzelne Speed-Läufe stehen dort nicht. Genau die holt WindSportTracker aus derselben Datei heraus.
Die Uhr bleibt dabei Garmin-Gerät: Du zeichnest mit Garmin-Profilen auf, und die Session kommt anschließend per Auto-Sync oder als Datei zu Windsurfen, Wingfoilen oder der Sportart, die du gefahren bist.
Welches Garmin-Profil zu welcher Sportart passt
Auf aktuellen Fenix-, Forerunner- und Instinct-Modellen findest du unter den Wassersport-Aktivitäten unter anderem Windsurfen, Kiteboard, SUP, Segeln, Surfen, Regatta und Wakeboarden. Was fehlt, ist Wingfoilen — und Pumpfoilen und Parawing ebenso.
Daraus folgt eine einfache Regel: Fährst du Windsurfen, Kite oder SUP, nimmst du das gleichnamige Garmin-Profil. Für alles andere zeichnest du mit einem vorhandenen Wassersport-Profil auf — Windsurfen ist der naheliegende Kandidat — und stellst die tatsächliche Sportart danach in WindSportTracker ein. Die Analyse richtet sich nach dieser Einstellung, nicht nach dem Namen auf der Uhr. Eine Wingfoil-Session, die als Windsurfen ausgewertet wird, zeigt Gleitanteile, wo Flugzeit stehen müsste.
Wer die Trennung sauber haben will, legt sich auf der Uhr ein eigenes benanntes Aktivitätsprofil an — etwa „Wingfoil" auf Basis von Windsurfen. Und als dritter Weg funktioniert eine Connect-IQ-App zum Aufzeichnen, zum Beispiel App Pro Bond Edition. WindSportTracker braucht keine davon: Es gibt keine Connect-IQ-App von uns, und die Auswertung hängt nicht daran.
Der teuerste Fehler heißt Smart Recording
Garmin zeichnet je nach Modell und Profil entweder jede Sekunde auf oder im Modus Smart Recording, der Punkte nur bei Richtungs- oder Tempoänderung setzt. Für einen Lauf ist das effizient. Für eine Halse ist es fatal: Der Manöverbogen dauert zwei bis vier Sekunden, und wenn darin drei Punkte statt zwölf liegen, ist der Bogen weg, bevor ihn jemand auswerten kann.
Stell deshalb auf der Uhr ein:
- Aufzeichnung jede Sekunde (1 Hz), nicht Smart Recording
- Auto-Pause aus — sonst schneidet die Uhr jede Wasserpause aus der Spur
- keine manuellen Pausen, auch nicht bei längerer Talfahrt am Strand
Die GPS-Einstellung selbst darfst du lassen, wie sie ist. Multi-Band bringt an Spots mit Steilküste oder Hafenbebauung sichtbar ruhigere Spuren, kostet aber Akku; für den normalen Revierspot reicht der Standardmodus.
Drei Wege von der Uhr in die Analyse
Auto-Sync. In WindSportTracker auf der Profil-Seite den Garmin-Account verbinden und im Aktivitätsfilter die Aktivitätstypen auswählen, die ankommen sollen. Der Filter ist eine Positivliste: Läufe und Radfahrten bleiben in Garmin Connect. Neue Sessions landen danach automatisch im Logbuch.
Export aus Garmin Connect. Aktivität öffnen, Drei-Punkte-Menü, Originaldatei exportieren. Du bekommst eine .fit-Datei und importierst sie in der App oder unter app.windsporttracker.com.
USB. Uhr anstecken, Ordner GARMIN/Activity/ öffnen, Datei kopieren, importieren. Der Weg für alles, was vor der Kontoverknüpfung liegt — der Auto-Sync holt keine alten Sessions nach.
FIT ist die beste Wahl, weil Sensordaten mitkommen. GPX und TCX funktionieren ebenfalls, enthalten aber weniger.
Was die Garmin bei Speed-Ranglisten wert ist
Wer Läufe auf GPS-Speedsurfing hochlädt, stößt auf die Unterscheidung zwischen geprüften und ungeprüften Geräten. Garmin-Uhren sind dort nicht pauschal gelistet, sondern über den verbauten GPS-Chipsatz: Geräte mit Airoha- oder Synaptics-Chipsatz gelten als verifiziert, der Rest landet in der Fun-Wertung. Für die eigene Saison macht das keinen Unterschied — für einen Rekordeintrag schon. Wer dort ernsthaft mitfährt, nimmt zusätzlich einen Locosys-Logger.
In WindSportTracker ist die Datei so oder so vollwertig: Speed über 2 s, 5 s, 10 s und 500 m, Alpha 250 m, Manöver und Materialvergleich laufen unabhängig davon.
Modelle
| Modell | Rolle am Spot | GPS-Akku, grob |
|---|---|---|
| Fenix 8 / 8 Solar | Outdoor-Flaggschiff, Multi-Band | ein bis zwei Tage |
| Forerunner 970 | Laufuhr mit starkem Chip | langer Surf-Tag |
| Instinct 3 | robust, oft Solar | langer GPS-Tag |
| Fenix 7 | Vorgänger, weit verbreitet | je nach Variante |
| Forerunner 265 / 965 | AMOLED, guter Kompromiss | Surf-Tag |
| Enduro | Expedition, mehrtägig | deutlich länger |
Ältere Modelle mit FIT-Export — Fenix 5 und 6, Forerunner 255, Instinct 2 — funktionieren genauso. Entscheidend ist die Datei, nicht das Baujahr.
Häufige Fragen
Gibt es eine WindSportTracker-App für die Garmin? Nein, und du brauchst keine. Aufgezeichnet wird mit Garmin-Bordmitteln oder einer Connect-IQ-App deiner Wahl, ausgewertet wird danach in WindSportTracker.
Ich habe Wingfoil als Windsurfen aufgezeichnet — ist die Session verloren? Nein. Die Sportart stellst du in WindSportTracker nachträglich um, die Analyse läuft dann neu mit den richtigen Kriterien.
Warum fehlen bei mir Halsen in der Auswertung? Fast immer Smart Recording oder eine aktive Auto-Pause. Beides auf der Uhr im Aktivitätsprofil prüfen, nicht in Garmin Connect.
Kommen die Sessions der letzten Saison über den Auto-Sync mit? Nein, der Sync startet ab der Verknüpfung. Ältere Sessions holst du per FIT-Export aus Garmin Connect oder per USB von der Uhr.
Bleiben meine Daten in Garmin Connect erhalten? Ja. WindSportTracker kopiert passende Aktivitäten, die Originale bleiben unberührt.
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