Locosys GW60: SBN- und SBP-Import für Speedsurfen
Locosys-Geräte sind keine Smartwatches. GT11, GT31, GW52 und GW60 sind GPS-Logger aus dem Speedsurfen: hohe Abtastrate, eigenes Display, Datei nach der Session. Wer 100-Meter- und 500-Meter-Läufe ernst nimmt, landet oft hier — nicht bei einer Fitness-Uhr.
WindSportTracker importiert SBN und SBP direkt. Dieselbe Speed- und Manöveranalyse wie bei einer Garmin- oder Handy-Session, auf dem Logger-Track. Kein Auto-Sync-Konto: Datei vom Gerät, dann Import. 27 Tage testen, Server in Deutschland.
Alle Geräte inklusive Uhren: Kompatible Geräte. Sport-Seiten: Windsurfen, Wingfoilen.
Modelle
| Gerät | Typische Rolle | Import |
|---|---|---|
| GT11 | Älterer Speed-Logger, noch in vielen Bags | SBN / SBP |
| GT31 | Langjähriger Standard im Speedsurfen | SBN / SBP |
| GW52 | Neuere Logger-Generation | SBN / SBP |
| GW60 | Aktuelles Cover-Modell, Display am Gerät | SBN / SBP |
Installationsweg (Datei, kein Konto-Sync)
- Session am Locosys starten, bevor der erste Lauf zählt. GPS-Lock an Land oder am Strand, nicht erst im Run.
- Nach der Session Datei vom Gerät holen (USB, herstellertypischer Ordner — je nach Modell SBN oder SBP).
- WindSportTracker öffnen → Import → Datei wählen. Web: app.windsporttracker.com.
- Sportart setzen (meist Windsurfen beim Speed-Spot). Track bei Bedarf an beiden Enden kürzen — Anfahrt zum Run, Nachlauf zum Parkplatz. Der Schnitt ist nicht-destruktiv.
- Speed-Läufe, Manöver und Karte prüfen. Material zuweisen, wenn du Setups vergleichst.
Es gibt keine Locosys-Cloud-Kopplung in WindSportTracker. Eine Datei kann Sessions mehrerer Tage enthalten. Importierst du diese eine Datei, kommen alle Sessions daraus ins Logbuch.
Hattest du an einem Tag mehrere Sessions, stellst du in den Einstellungen ein, wie lange die Pause dazwischen mindestens sein muss, damit sie als einzelne Sessions desselben Tages ankommen. Die Einstellungen erreichst du über das Zahnrad oben rechts — je nach Ansicht liegt es direkt dort oder hinter dem Drei-Punkte-Menü.
Lädst du die Datei einer ganzen Woche hoch, dauert die Analyse spürbar länger. Das ist normal: mehr Track, mehr Sessions.
Nach einem erfolgreichen Import löschst du die Daten auf dem Gerät. Bleiben sie auf dem Locosys, stecken dieselben Sessions in der nächsten Datei — und du importierst sie doppelt.
Anzeige auf dem Wasser
GW60 und die anderen Modelle zeigen Locosys-Speed auf dem Gerät: aktuelle Geschwindigkeit, oft Peak und Status des Loggers. Das ist die Anzeige, für die Speedsurfer den Logger kaufen. Es ist nicht WindSportTracker live — keine Manövererkennung während der Fahrt.
Die App kommt danach: beste 10 Läufe über Distanz- und Zeitfenster, Alpha 250 m, Halsen wenn die Session welche enthält.
Akku und Logger-Praxis
Locosys-Geräte halten sehr lange. Zum Akkusparen gibt es nichts einzustellen — keine Displayhelligkeit, keine Sparmodi. Ein Speed-Tag mit Pausen zwischen den Läufen ist das, wofür der Logger gebaut ist.
Im Gegensatz zur Fenix trägst du den Logger oft in der Tasche, am Arm oder am Board-Setup. Die Antenne darf nicht unter dickem Neopren oder unter der Wasserlinie verschwinden.
Bekanntes Limit gegenüber einer Uhr: kein Auto-Sync, wenn du das File auf dem Laptop liegen lässt. Die Session existiert in WindSportTracker erst nach dem Import.
Bekannte Grenzen
- Kein Auto-Sync, kein Polar-/Garmin-Konto. Nur Datei.
- Kein natives WindSportTracker auf dem Logger-Display.
- Falsche Sportart (Wingfoil-Flugmetrik auf einem Speed-Fin-Track) verdreht die Zahlen. Speed-Spot → Windsurfen.
- Nasse USB-Buchsen und abgebrochene Transfers: Datei prüfen, bevor du den Logger löschst.
Was der Import liefert
- Speed: 2 s, 5 s, 10 s, 100 m / 250 m / 500 m-Fenster, Alpha 250 m
- Manöver, wenn die Session Kurven enthält — am reinen Speed-Spot oft weniger relevant als die Lauf-Liste
- Gleitphasen auf Fin-Tracks
- Materialvergleich über mehrere Logger-Tage
- Dieselben Formate neben Locosys: GPX, FIT, dazu OAO (Motion), GPY (ESP32), VKX (Vakaros), falls du gemischt fährst
Wingfoil auf Locosys ist unüblich, technisch aber derselbe Import. Die Metrik-Sprache stellst du in der App um.
Warum Locosys in Ranglisten zählt
Auf GPS-Speedsurfing werden Sessions in zwei Klassen geführt: verifizierte Geräte zählen für Rekordeinträge, alle anderen landen in der Fun-Wertung. GW-60, GW-52 und GT-31 stehen auf der Liste der verifizierten Geräte — deshalb hält sich der Logger seit Jahren, obwohl jede Outdoor-Uhr inzwischen GPS hat. Bei den Uhren schaffen es nur wenige Modelle auf dieselbe Liste.
Für die eigene Auswertung spielt das keine Rolle: WindSportTracker rechnet aus jedem sauberen Track dieselben Fenster. Wer aber einen Eintrag in einer offiziellen Rangliste will, fährt den Logger — und wertet die Datei danach hier aus, statt sich mit einer reinen Bestenliste zufriedenzugeben.
Logger oder Uhr?
Locosys, wenn der Speed-Lauf die Frage ist: hohe Abtastrate, SBN/SBP, Datei nach dem Spot. Eine Fitness-Uhr mit Auto-Sync, wenn du Windsurf- und Wingfoil-Sessions im Alltag aufzeichnest und kein USB-Ritual willst: Garmin, Coros, Suunto, Polar (Auto-Sync enthalten).
Live-Anzeige in WindSportTracker während der Fahrt gibt es auf Apple Watch und Wear OS — nicht auf dem Locosys.
Häufige Fragen
SBN oder SBP — welches Format muss ich wählen? Keins extra. Du nimmst die Datei, die der Locosys schreibt. WindSportTracker importiert SBN und SBP von GT11, GT31, GW52 und GW60.
Eine Datei enthält mehrere Tage. Was passiert beim Import? Alle Sessions in der Datei kommen mit. Eine Wochen-Datei dauert in der Analyse länger. Nach dem Import die Daten auf dem Gerät löschen — sonst liegen dieselben Sessions in der nächsten Datei und du importierst doppelt.
Mehrere Sessions am selben Tag — wie trennt die App die? In den Einstellungen (Zahnrad oben rechts, ggf. hinter dem Drei-Punkte-Menü) stellst du die Mindestpause ein. Ist die Pause dazwischen lang genug, werden die Sessions desselben Tages einzeln importiert.
Ersetzt der Import GPS-Speed-Software am PC? WindSportTracker wertet die Session aus: Läufe, Karte, Manöver, Material. Spezial-Tools nur für Rekordlisten kannst du parallel weiter nutzen.
Kann ich den Track nach dem Import noch schneiden? Ja. Der Schnitt ist nicht-destruktiv — du nimmst ihn jederzeit zurück.
Was kostet der Locosys-Import? 27 Tage inkl. Locosys-Import, danach bei Zahlung über die Web-App 2,70 €/Monat oder 27 €/Jahr; Store-Preise können abweichen.